They know what is watt, but they don’t know watt is watt…

Bei kaum einem Thema wird unter ambitionierten Radfahrern und Triathleten so kontrovers diskutiert wie beim Thema Wattmessung. Theorie und Praxis gehen in den meisten Fällen sehr weit auseinander und wenn man genauer hinhört, stellt man fest, dass vielen einfach die Erfahrung im Bereich Trainingssteuerung fehlt und generell erstmal alles außer dem eigenen Training in Frage gestellt wird.

Ich will Euch im folgenden versuchen zu erklären, warum Wattmessung im Radfahren für mich nicht mehr wegzudenken ist und warum ich die Assioma Pedale von Favero (in der einseitigen Variante) fahre.

Favero Assioma DUO (beidseitige Messung) https://amzn.to/2msMDKs

Favero Assioma UNO (einseitige Messung) https://amzn.to/2Lja332

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Als ich vor einigen Jahren die Idee hatte, eine Mitteldistanz im Triathlon zu absolvieren, war klar: „Ein Trainingsplan muss her!“ Recht schnell haben sich Parallelen zu Plänen aufgetan, die ich aus der Vorbereitung auf meinen ersten Marathon noch gut kannte. So war unter anderem von unterschiedlichen Herzfrequenz-Bereichen in der Trainingssteuerung die Rede. So weit so gut, allerdings musste ich im Training feststellen, dass es relativ schwierig bis teilweise unmöglich war, genau in den vorgegeben Bereichen zu trainieren. Es gibt nämlich sehr viele Faktoren, die die Herzfrequenz an Trainingstagen beeinflussen können (Stress, Krankheit, Ernährung) und manchmal ist es dann einfach unmöglich, Vorgaben zu erreichen und das Training gerät recht schnell außer Kontrolle, weil man viel zu viel oder eben viel zu wenig Belastung auf die Kette bzw. die Pedale bringt

Anders sieht es da beim Thema Wattmessung aus – ein gutes Gerät und die Kenntnis der eigenen Schwellenwerte vorausgesetzt. Es gibt dabei unterschiedlichste Varianten der Messung – Messung an der Kurbel, Messung an der Nabe des Hinterrads oder Messung am Pedal.

Für mich fiel die Entscheidung relativ schnell auf die Messung am Pedal, da ich im Training auf unterschiedliche Räder zurückgreife (Rennrad bzw. Zeitfahrrad) und ein Wechsel zwischen den beiden problemlos möglich sein sollte. Das ist der erste Punkt der für die Assioma Pedale von Favero spricht, denn ich kenne kein vergleichbares System, das sich so schnell und einfach zwischen zwei Rädern hin und her wechseln lässt. Bei den beiden anderen genannten Mess-Arten wäre das gar nicht möglich und doppelte Kosten wären die Folge, aber zu den Kosten später.

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Außerdem ist es für Zahlen-Nerds wie mich sehr wichtig Daten zu bekommen, die so genau wie möglich sind. Die Angaben des Herstellers liegen mit +/- 1% im Bereich dessen, was für mich akzeptabel ist.

Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt für mich ist, dass die Messung die Daten sowohl per ANT+ als auch Bluetooth weitergibt, da ich im Winter mein Training überwiegend auf der Rolle absolviere und die Wattwerte nutze, um mein Training auf der Plattform von Zwift zu absolvieren (Mehr dazu erfährst Du hier im Video).

Warum nun aber Watt und nicht Herzfrequenz oder doch beides? Es gibt Protagonisten, die meinen „Wattmesser machen einsam“ und, ja, manchmal stimmt das auch. Wenn man nämlich nach seinen eigenen Vorgaben trainiert, kann das Training in der Gruppe sich als wenig sinnvoll herausstellen, weil man für die anderen entweder immer viel zu schnell oder aber eben viel zu langsam ist. Das Gute und für mich Entscheidende am Training mit Watt ist, dass Du ein unmittelbares Feedback bekommst, wie Du momentan unterwegs bist und Du vermeidest damit die typischen Anfänger-Fehler:

  • zu intensives Fahren bergauf
  • zu wenig Druck auf dem Pedal in der Ebene
  • zu viel Kraftaufwand im Gegenwind

Bleibst du im Bereich deiner vorgegeben Werte, erzielst du mit Deinem Training viel schneller und effizienter den gewünschten Effekt. Natürlich schaue ich dabei auch auf die Pulswerte, da diese mir einen weiteren Hinweis auf die Intensität der Einheit bringen. Dabei kann es nämlich passieren, dass Du ordentlich Watt treten kannst, ohne das es Dich zu extrem anstrengt und Dein Puls durch die Decke geht. Für mich ein Indiz für Leistungsverbesserung.

Wie aber anfangen? Nun, am besten machst Du einen sogenannten FTP-Test. Hierbei fährst Du Dich warm mit verschiedenen Intervallen und fährst anschließend 20 Minuten in dem höchstmöglichen Tempo, das Du in der Lage bist über den Zeitraum konstant zu halten. 95 Prozent vom Durchschnittswert dieser 20 Minuten bilden dann Deinen FTP (functional threshold power = funktionelle Leistungsschwelle). Diesen Wattwert bist Du also theoretisch in der Lage über einen Zeitraum von 1 Stunde zu treten. Man greift dabei auf den 20 Minuten-Test zurück, da dieser Test über mehrere Wochen in einem Trainingsplan wiederholt werden muss, um Aufschlüsse über die Leistungsentwicklung zu erhalten, ohne den Athleten dabei aber dauerhaft zu hoch zu belasten. Außerdem wirst Du feststellen, dass es im Freien sehr schwierig ist eine Stunde Vollgas zu fahren. Da das aber meiner Meinung nach auch über 20 Minuten nur sehr selten der Fall sein dürfte, empfehle ich den Test auf einer Rolle wie dem Wahoo Kickr Snap durchzuführen.

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In jedem Fall empfehle ich die einseitige Variante der Favero Assioma (Favero Assioma UNO (einseitige Messung) https://amzn.to/2Lja332), da diese z.Zt. das beste Preis-/Leistungsverhältnis bieten. Wer etwas mehr Daten braucht, der kann mit der beidseitigen Variante (Favero Assioma DUO (beidseitige Messung)https://amzn.to/2msMDKs) auch noch anzeigen lassen, wie das Verhältnis zwischen rechter und linker Seite ist.

Viel Spaß beim Durchführen Deines FTP-Tests. Schreib mir doch mal in die Kommentare, was dabei herausgekommen ist! Wenn Du nun einen Trainingsplan auf der Basis dieser Werte bekommen möchtest, empfehle ich Dir, Dich mit meinen Trainingsprogrammen auseinanderzusetzen und mich zu kontaktieren.

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