Du musst Dein Ändern leben

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Foto: ironman.com

„Plitsch-Platsch“ – so ähnlich fühlt es sich an, wenn man mit der Hand auf die Wasseroberfläche schlägt, ohne Druck auszuüben…oder wenn man trainiert, ohne ein klares Ziel vor Augen zu haben. In den Wochen nach dem Ironman Hamburg habe ich sehr viel ausprobiert – Material, Ernährung und Analysen in jeder Sportart. Mit welchem Ergebnis? Das wird man sehen…

Irgendwie hat dabei aber auch die Routine, bestimmte Trainingsgewohnheiten einfach abzuspulen, gelitten. Es stellte sich an manchen Tagen ein Gefühl von Kraftlosigkeit ein und manchmal war die Motivation, sich wieder aufzuraffen, fast nicht groß genug.

„Schwimmen im Meer am Morgen, Fischbrötchen am Mittag…“

Ich bin ein audio-visueller Typ, d.h. ich brauche für meine tägliche Dosis Motivation Bilder und Töne vor Augen und Ohren. Mir ist es sehr wichtig, die Termine auf jeden Fall in meinem Kalender zu sehen (am besten mit einem Countdown-Timer o.der ähnlichem) und beim Training setze ich, je näher es an ein Rennen geht, Motivationsvideos zum Thema Triathlon ein (schaut da einfach mal bei Youtube!), damit der Fokus wiederkommt und ich mich Richtung „Tunnel“ begeben kann.

Ich bin froh, wieder einiges in den Wochen nach Hamburg über mich und das Training gelernt zu haben und freue mich, die Saison bei „meinem“ Rennen in der Wahlheimat Rügen abzuschließen. In diesem Jahr habe ich direkt ein kleines Trainingslager vor den Wettkampf gelegt und so Urlaub und Sport miteinander verbunden. Das Training läuft jetzt zwar wieder nach einem Plan, aber ohne jeglichen Druck, da ich im Urlaub alle Zeit der Welt habe, die Dinge unter einen Hut zu kriegen: Schwimmen im Meer am Morgen, Fischbrötchen am Mittag, Schwitzen auf der Rolle und lange Läufe in der Abendsonne – so in etwa sehen die Tage hier derzeit aus.

„Du musst Dein Ändern leben“

Ich gehe nahezu ohne Erwartungen in das Rennen am kommenden Sonntag, weil ich weiß, das mir der Ironman z.T. doch länger in den Knochen steckt, als ich für möglich gehalten hätte. Ich wünsche mir, dass dieses Mal geschwommen wird, die Beine auf dem Rad ähnlich gut sind wie vor einem Jahr und ich das Laufen schmerzfrei „genießen“ kann. Danach stehen einige Veränderungen auf dem Programm, nicht nur im Sport, aber  mit den Erfahrungen insbesondere der letzten 12 Monate weiß ich, das jede Herausforderung auch eine nächste Chance ist.

Ich habe bei einem Einkaufsbummel eine Postkarte gefunden, die diese Situation am besten beschreibt:

„Du musst Dein Ändern leben!“

Wenn man akzeptiert, das Leben Veränderung bedeutet, fällt einem vieles leichter. Was nicht heißt, das man nicht hart für seine Ziele arbeiten muss. In diesem Sinne bin ich dann jetzt mal schwüm!

MP

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