„Der Schmerz kommt! Da kannst Du drauf warten!“

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Einen Marathon ohne gezielte Vorbereitung zu laufen, ist zugegeben eine ziemlich verrückte Idee. Du weißt, das es weh tun wird. Die Frage ist nur: „Ab wann?“                   Ziemlich entspannt, weil eben nicht mehr so nervös wie beim ersten Marathon vor zwei Jahren, ging es in den Startbereich.                                                                                                  „Wo stellen wir uns auf?“ „Sch….egal, wir wollen nur laufen.“                                                    Die Tatsache, dass der Blick in den letzten längeren Einheiten schon fast ausschließlich auf die Herzfrequenz ging, ließ auf ein relativ langsames Tempo schließen. Aber selbst dann geht man aus Erfahrung den ersten Kilometer zu schnell an. Dieses Mal nicht, denn immer wieder wurde ziemlich bewusst auf die Bremse getreten.                                               Jede Verpflegungsstelle wurde mitgenommen und es entstand ein guter Rhythmus. Die Kilometer gingen so dahin, das Wetter war ideal, die Strecke in Magdeburg endlich mal wieder sinnvoll gestaltet. Und schon war die erste Runde vorbei. Weiter auf die zweite Runde und kaum hatte man sich versehen, waren wir bei Kilometer 35 angekommen. Der Mann mit dem Hammer war wohl heute zu beschäftigt, als das er sich um uns kümmern konnte, oder was?! Ah, da war er ja endlich: Dieser bekannte, ungeliebte Schmerz! Aber er hielt sich in Grenzen und alles war unter Kontrolle, schließlich waren wir ja im Prinzip auch schon auf der Zielgeraden. Mit dem finalen Blick auf die Uhr war auch kurz dieses nervöse Zucken, weil man je eventuell noch eine Minute rauslaufen könnte…Aber wofür?                                                                                                                        Wir stehen am Ende eines langen Jahres und am Anfang eines langen und hammerharten Trainingsplans. Da kommt noch soviel und der Schmerz soll ja gewissermaßen auch erstmal verdient werden. Also: Medaille in die Vitrine, Finisher-Shirt in den Schrank, ran an´s Macbook und Augen auf den Trainingsplan. Da stehen etliche Kilometer auf dem Programm. Und so bleibt das Fazit, dass es nur ein Marathon war, ein Trainingslauf über 42 Kilometer. Wer vor oder nach uns im Ziel war, spielt nur eine untergeordnete Rolle. Wir haben den Puls im Griff und selbst den Schmerz noch gut unter Kontrolle. Ziemlich sicher wird sich das nächstes Jahr am 7. Juli in Roth schon etwas anders anfühlen…Na hoffentlich sogar!

-MP

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